Zollsachen

Im grenzüberschreitenden Warenhandel haben Sie den Zoll zu beachten. Schliesslich trennt die Schweiz und die EU eine Zollgrenze. Beim Warenverkehr zwischen beiden Gebieten sind daher Deklarationspflichten zu erfüllen. Die Schweiz hat mit der EU ein Zollabkommen geschlossen, dass zum Teil Zollfreiheiten vorsieht, insbesondere die präferenzielle Zollbefreiung für Waren mit EU- resp. Schweizer Warenursprung. Um diese Zollbefreiung in Anspruch nehmen zu können, bedarf es eines Warenursprungszeugnisses. Hinsichtlich der Zollabwicklung und etwaiger Zollbefreiungen beraten wir Sie als deutscher Steuerfachanwalt und Steuerberater in Hamburg und Zürich umfassend.

Auch wer in der Schweiz einen Auftrag ausführt, hat Zollrecht zu beachten. Zum Ausführend es Auftrages in der Schweiz werden regelmäßig Arbeitsmittel zur Auftragsausführung über die Grenze mitgenommen. Damit ist Zollrecht zu beachten. Wer nur mit der Aktentasche und „kleinem Gepäck“ reist, wird in der Regel keine Probleme mit dem Zoll haben. Wer aber in seinem Gepäck Werkzeuge oder andere hochwertige Arbeitsmittel mit sich führt (da ist besonders an portable Geräte zu denken, die so mancher Arzt im Koffer mit sich führt), der hat sich zwingend mit Zollformalitäten auseinanderzusetzen. Grundsätzlich führt nämlich jeder Grenzübertritt zu einer Zollschuld auf die eingeführten Waren – und zwar sowohl auf dem Hin-wie auf dem Rückweg. Erst einmal ist es unerheblich, dass die mitgenommenen Arbeitsmittel nur zur vorübergehenden Verwendung ein- und ausgeführt werden. Dieser Umstand kann aber durch entsprechende Deklaration an der Grenzzollstelle geltend gemacht werden (Vorübergehende Einfuhr – ZAVV) mit der Folge, dass Zoll und Einfuhrabgaben nicht anfallen.

Die Zollstellen verlangen für das ZAVV-Verfahren eine Sicherheitsleistung (Depot) der Abgaben, in der Höhe wie sie bei der definitiven Einfuhr (Überführung in den zollrechtlich freien Verkehr) zu erheben wären. Den Betrag kann der Einführer durch Barhinterlage, Bürgschaft einer Zollagentur oder Hinterlage von Wertpapieren leisten. Bei vollständiger und rechtzeitiger Wiederausfuhr aller Waren wird die Hinterlage zurückerstattet bzw. die Bürgschaft entlastet.

Wer eine solche Zollanmeldung nicht an der Grenzzollstelle abgibt oder elektronisch übermittelt, kann eine böse Überraschung erleben, wenn er doch einmal kontrolliert wird: Neben erheblichen Zoll- und Steuerforderungen droht noch ein Steuerstrafverfahren.

Auch ein Kraftfahrzeug kann nicht unbegrenzt in der Schweiz benutzt werden, ohne dass hierauf Zoll anfällt – und zudem die Kraftfahrzeugsteuer. Auch hier sind zeitliche Grenzen gesetzt. Dabei hilft auch nicht, wenn der Wagen immer mal wieder in die EU zurückgefahren wird.