Geschäftssitz Schweiz: Firmengründung und Firmenkauf

Ein Geschäftssitz in der Schweiz kann in verschiedenen Formen und Ausprägungen unterhalten werden. In Betracht kommt ein Engagement in Form der Repräsentanz, einer selbständigen Niederlassung (Betriebsstätte) oder durch eine eigenständige Gesellschaft. Welche Form für Sie die optimale ist, hängt von Ihrem Geschäft und den steuerlichen Rahmenbedingungen ab. Es ist entscheidend, wie sehr Ihre Geschäftspartner Wert darauf legen, dass Sie in der Schweiz ansässig sind. Wie die für Sie zutreffende Gestaltung aussieht, bestimmt sich schliesslich danach, welche Lösung sich unter rechtlichen und steuerlichen Gesichtspunkten in Ihre bestehende Unternehmensstruktur einfügt.

Nachdem sich erstes Geschäft in der Schweiz einstellt, ist angezeigt, in der Schweiz eine Niederlassung oder Tochterunternehmung zu etablieren. Angezeigt ist dies schon deshalb, weil Sie potentiellen Schweizer Kunden und Geschäftspartner gegenüber als Schweizer Unternehmen auftreten können. Darüber hinaus empfiehlt sich aus rechtlichen und steuerlichen Gesichtspunkten, die Geschäftschancen bereits in einem eigenständigen Betrieb zu bündeln und aufzubauen als später Geschäfte und zugehörige Wirtschaftsgüter und Rechte vom inländischen Betrieb auf einen ausländischen Betrieb zu übertragen.

Firmengründung

Starten Sie Ihr Schweizgeschäft oder Ihr internationales Geschäft mit einer Firma in der Schweiz. Nutzen die Vorteile, die der Firmenstandort Schweiz bietet. Erfahren Sie, für welche Geschäfte und Unternehmenstätigkeit die Schweiz einen Mehrwert bietet, um mehr Geschäft zu machen und den Gewinn zu steigern. Für manche Art von Geschäften kann die Schweiz auch die unternehmerische Tätigkeit erleichtern. Nicht zuletzt können Sie von generell niedrigen Steuern am Unternehmensstandort Schweiz profitieren.

Welche Vorteile bietet Ihnen eine Schweizer Firma?

Die Gründe für eine Schweizer Firma sind vielfältig und können nicht abschliessend aufgezählt werden. Jedoch gibt es einige typische Konstellationen, die wir hier anführen:

Ihr Unternehmen tätigt internationales Geschäft?

Die Schweiz ist ein überaus attraktiver Standort, um internationale Geschäfte zu tätigen. Die Schweiz ist sehr international und kosmopolitisch geprägt. Dies beginnt schon damit, dass für die Schweizer Mehrsprachigkeit selbstverständlich ist. Die Schweiz ist Standort zahlreicher internationales Organisationen und Verbände. Kein Ort der Schweiz ist mehr als zwei Fahrtstunden mit Bus und Bahn von einem internationalen Flughafen entfernt. Die drei grossen Flughjäfen in Zürich, Genf und Basel bieten hervorragende Flugverbindungen nach ganz Europa. Darüber hinaus ist die Schweiz in die Schnellzugstrecken von Deutschland, Frankreich und Italien eingebunden.

Die Schweiz ist als einer der weltweiten Spitzen-Bankenstandorte auf die Abwicklung internationales Geschäfte bestens eingerichtet. Schweizer Banken und ausländische Banken in der Schweiz bieten Ihnen alle Finanzservices, die die Abwicklung internationaler Geschäfte braucht. Diese Services sind hier selbstverständlich. Die Schweiz hat darüber hinaus keine Kapitalverkehrskontrollen oder gar –beschränkungen, was den internationalen Handel erleichtert.

Die Schweiz nimmt an den Embargen der EU und USA gegen Russland wegen der Krim-Krise nicht teil. Dies macht die Schweiz besonders für Russland-handel attraktiv.

Darüber hinaus ergeben sich weitere Vorteile aus den Freihandelsabkommen der Schweiz mit Japan und China – beides Staaten, mit denen die EU keine Freihandelsabkommen geschlossen hat. Die Freihandelsabkommen bieten Vorteile beim effektiven Schutz von geistigem Eigentum und beim Investitionsschutz sowie bei der Entsendung von Personal und nicht zuletzt beim Import oder Export von Produkten.

Die Schweiz ist ein guter Rechtsstandort. Viele internationale Verträge und Handelsgeschäfte sehen Schiedsgerichtsklausel vor und gerade Zürich und Genf haben sich als Schiedsgerichtsstandorte international einen guten Ruf erworben. So bestehen hier etablierte Schiedsgerichte mit international anerkannten Schiedsgerichtsordnungen.

Ihr Unternehmen möchte expandieren?

Wenn Sie Ihr Unternehmen expandieren wollen, so ist der Eintritt in der Schweizer Markt eine gute Chance. Für viele Branchen ist die Schweiz ein attraktiver Markt, der gute Margen und Wachstumsperspektiven bietet. Für die Schweiz spricht besonders die geographische und kulturelle Nähe zu Deutschland. Die Schweiz ist von allen deutschen Grossstädten aus gut und schnell per Flugzeug oder Bahn zu erreichen. Zwei Drittel der Schweizer sprechen Deutsch als Muttersprache. Jedoch wachsen die Schweizer mehrsprachig auf, was gute Voraussetzungen bietet für eine spätere Expansion nach Frankreich oder Italien.

Ihr Unternehmen hat bereits Schweizer Kunden?

Schweizer Unternehmen schätzen es, Geschäfte mit Geschäftspartner zu tätigen, die in der Schweiz ansässig sind. Mit einer Niederlassung oder einer Tochtergesellschaft in der Schweiz geben Sie Ihren Schweizer Kunden gegenüber ein klares Bekenntnis zum Schweizer Markt und zur Wertschätzung der Klientel ab. Nach aller Erfahrung schätzen Schweizer Geschäftsleute es sehr, mit in der Schweiz ansässigen Unternehmen Geschäfte abzuschliessen. Dies erübrigt regelmässig die Frage, nach welchem nationalen Recht die Verträge geschlossen werden. Ihre Mühen, Ihr Geschäft an Schweizer Modalitäten anzupassen, wird dadurch belohnt, dass Sie auf die in der Schweiz erzielten Einkünfte künftig geringe Steuern zahlen.

Ihr Unternehmen betreibt viel Forschung & Entwicklung und hält viel IP?

Die Schweiz ist ein attraktiver IP-Standort. In der Schweiz finden Sie hochquailifiziertes Personal. Schweizer Universitäten und Hochschulen schneiden in sämtlichen Rankings der letzten Jahre mit Spitzenplätzen ab. Dies gilt besonders für die technischen Fakultäten der ETH Zürich und der EPFL Lausanne. Sie bringen Wissenschaftler der Spitzenklasse hervor. Daneben streben die Schweizer Universitäten und Hochschulen in hohem Masse Forschungspartnerschaften mit der Industrie an, damit die dort ausgebildeten und tätigen Wissenschaftler den Praxisbezug erhalten. Die Industrieunternehmen wiederum erhalten Zugang zu dem Know how und den Forschungseinrichtungen der Schweizer Universitäten und Hochschulen.

Die Schweiz hat in 2016 bei Patentanmeldungen beim Europäischen Patentamt (EPA) im München einen neuen Rekord aufgestellt. Insgesamt wurden 7‘293 Patente aus der Schweiz beim EPA registriert. Das sind 2.5 % mehr als im Vorjahr und so viele wie noch nie. Kein Land meldet so viele Patente pro Einwohner an wie die Schweiz, wie das EPA am Dienstag in einem Communiqué bekannt gab. Mit 892 Patentanmeldungen pro Million Einwohner bleibe die Schweiz die klare Nummer 1 mit grossem Abstand vor den Niederlanden (405) und Schweden (360). Deutschland liegt mit 311 Patentanmeldungen pro Million Einwohner lediglich auf Platz 6. Der EU-Durchschnitt beträgt 122. Das ist etwa das Niveau der USA (124).

Ihr Unternehmen hat Bezug zu den Branchen Medizintechnik, Biotech, NanoTech, Robotik?

Unternehmen mit Bezug zu den Branchen Medizintechnik, Biotech, NanoTech, Robotik finden in der Schweiz ein hervorragendes und starkes Umfeld für die Entwicklung ihrer Geschäftstätigkeit. Die Schweiz ist einer der führenden Standorte weltweit für diese Branchen, und das aus gutem Grund.

Ein wesentlicher Grund ist die Dichte von anderen Unternehmen aus diesem Bereich, aus der sich ein intensives Netzwerk herausgebildet hat, dass wertvolle Kontakte schafft. In den Regionen Basel, Bern-Freiburg-Neuenburg sowie um den Genfersee hat sich ein einzigartiger Biotechcluster gebildet. Per Ende 2015 zählte die Branche 219 Biotech-Entwicklerfirmen und 60 Biotech-Zulieferfirmen mit rund 15’000 Mitarbeitenden. Die Dichte von Biotechunternehmen ist weltweit einzigartig. Über die Hälfte der Schweizer Biotechfirmen sind kleinste Unternehmen mit weniger als 20 Beschäftigten. Diese profitieren von der geografischen Nähe zu Grossfirmen sowohl in der Schweiz wie auch im grenznahen Ausland.

Auch die Dichte von Medizintechnikunternehmen in der Schweiz ist aussergewöhnlich hoch. Zur Medizintechnikbranche gehören ca. 350 Herstellerfirmen und 500 Zulieferunternehmen, über 260 Handels- und Vertriebsfirmen sowie 330 spezialisierte Dienstleister, die hauptsächlich in der Genferseeregion, im Raum Bern-Biel, in der Region Basel und im Grossraum Zürich angesiedelt sind. 75 % aller in der Schweiz hergestellten Produkte werden exportiert, das sind 5.2 % aller Schweizer Exporte. Der Umsatz betrug 2015 14.9 Milliarden Schweizer Franken. Die Investitionen in Forschung und Entwicklung, die Wachstumsraten und die Profitabilität sind überdurchschnittlich hoch. Insgesamt sind rund 51’400 Angestellte in der Medizintechnik beschäftigt. Mit 1 % relativ zur Erwerbsbevölkerung sind das mehr als in jedem anderen Land (Deutschland: 0.4 %, Grossbritannien/EU/USA: 0.2 %).

Für Unternehmen aus den Branchen Medizintechnik, Biotech, NanoTech, Robotik bietet die Schweiz ein Reservoir an qualifizierten Fachkräften. Die Schweizer Universitäten und Hochschulen sind führend bei Studiengängen mit Bezug zu den Branchen Medizintechnik, Biotech, NanoTech, Robotik. Sie bringen hoch qualifizierte Absolventen hervor. Darüber hinaus bieten die Universitäten und Hochschulen auch Partnerschaften mit Wirtschaftsunternehmen an, um gemeinsame Forschungsprojekte voranzutreiben. Die Arbeitskräfte in der Schweiz sind weit überdurchschnittlich international geprägt. Mehrsprachigkeit ist in der Schweiz eine Selbstverständlichkeit. Darüber hinaus ist anzumerken, dass die Beschäftigung von hochqualifizierten Arbeitskräften in der Schweiz effizienter ist als in Deutschland oder Frankreich: Die Lohnkosten liegen wegen der vergleichsweisen hohen Nebenkosten in Deutschland oder Frankreich in der Schweiz letztlich tiefer, das Arbeitsrecht in felxibler.

Sie wollen Asset Protection betreiben?

Eine Firma in der Schweiz wird oftmals verwendet zum Zwecke der Asset Protection. Bei Asset Protection geht es darum, das eigene Vermögen rechtlich vor der Haftung und dem Zugriff Dritter zu schützen.

Der Grund dafür liegt darin, dass das Vermögen natürlicher Personen zunehmenden Risiken ausgesetzt ist. Das Insolvenzrisiko ist gewachsen und die juristischen Rahmenbedingungen haben sich verschärft. Die Gefahr, als Unternehmer mit seinem persönlichen Vermögen zu haften, ist enorm gewachsen. Viele unternehmerische Tätigkeiten sind nicht versicherbar.

Betroffen von den Risiken sind alle vermögenden Privatpersonen, sei es, weil sie Organe von Aktiengesellschaften sind oder Geschäftsführer, sei es, weil sie als Freiberufler wie Ärzte, Anwälte und Steuerberater oder als Erben über Geld verfügen. Mindestsummen für die Asset Protection gibt es keine. Im Gegensatz zur Vermögensverwaltung durch Privatbanken, die vorzugsweise ab Summen von einigen Millionen Euro oder Schweizer Franken aufwärts als Vermögensverwalter tätig werden, ist es für die reine Asset Protection relativ egal, ob jemand eine oder mehrere Millionen besitzt oder eine Eigentumswohnung für 150 000 Euro. Ist das Vermögen bedroht, sollte es geschützt werden.

Wichtig ist es rechtzeitig mit der Planung der Asset Protection zu beginnen und nicht erst in der Krise. Denn dann droht die Anfechtung der Vermögensübertragung unter anderem wegen vorsätzlicher Gläubigerbenachteiligung und möglicherweise sogar eine Strafbarkeit wegen betrügerischen Bankrotts oder Gläubiger- bzw. Schuldnerbegünstigung.

Einer der vielen Wege zur Asset Protection geht dahin, Gesellschaftsanteile dem Zugriff der Gläubiger zu entziehen. Das Mittel ist die Gründung einer Vermögensverwaltungsgesellschaft, die alleinige Eigentümerin der Gesellschaftsanteile wird. Die Vermögensverwaltungsgesellschaft wiederum gehört zB zu 99 % der Ehefrau des vermögenden Ehemannes. Ihm gehört zwar nur 1 %, wodurch er in der Gesellschafterversammlung Stimmrechte hat. Zugleich wird er Geschäftsführer. In dem Gesellschaftsvertrag ist geregelt, dass für alle Entscheidungen Einstimmigkeit benötigt wird – dadurch hat der Minderheitsgesellschafter ein Vetorecht. Wichtig ist, dass die Rechte des Geschäftsführers höchstpersönlich sind. Das bewirkt, dass in dem Moment, wo ein Gläubiger den 1 %-Anteil pfändet, die persönlichen Veto-Rechte des Geschäftsführers erlöschen und der Gläubiger mit seinem 1 %-Anteil dann nicht viel anfangen kann. Befindet sich die Vermögensverwaltungsgesellschaft in einem anderen Staat als dem Sitzstaat des Betriebes, so erschwert dies Vollstreckungen ungemein.

Eine weitere gängige Variante zum Vermögensschutz bildet die Familienstiftung. Dies ist eine leicht umzusetzende Möglichkeit, Geld zu schützen, um damit später die Ausbildung der Kinder zu bezahlen. Das Geld ist dem Zugriff der Gläubiger entzogen, da die Stiftung ein eigenes Rechtsgebilde ist, das niemandem gehört. Ist es soweit, bekommen die Kinder jeden Monat einen festen, vorher bestimmten Betrag ausbezahlt.

Weshalb sollten Sie mit uns eine Schweizer Firma gründen?

Es gibt zahlreiche Berater, die die Gründung einer Schweizer Firma anbieten. Bei zahlreichen Firmenanbietern geht der Service jedoch über diese Dienstleistung nicht hinaus und Sie haben sich um die ganzen übrigen Formalitäten selbst zu kümmern. Daneben bieten einige Schweizer Anwälte und Treuhänder einen vermeintlich umfassenden Gründungsservice und zum Teil bieten Sie auch die weitere laufende Betreuung. Als Nicht-Schweizer haben Sie jedoch stets auch auf die steuerlichen Belange in Ihrem Heimatstaat zu achten. Werden diese steuerlichen Belange im Heimatland nicht bei der Gründung beachtet, so kann das anschliessend zu teuren Überraschungen führen.

Mit uns als Spezialisten für Internationales, Deutsches und Schweizer Steuerrecht in Hamburg und Zürich gründen Sie die Firma in der Schweiz so, dass sie von Anfang an zu ihrer steuerlichen Situation in Deutschland passt und mit dem deutschen Steuerrecht konform geht.

Wir beraten Sie auch dazu, inwieweit die Übertragung von deutschen Betrieben oder Teilbetrieben oder Anteilen an deutschen Unternehmen in eine Schweizer Firma eröffnet ist, unter Umständen gar steuerneutral oder mit nur geringen Steuerfolgen, aber künftigem Potential zur Steueroptimierung.

Firmenkauf und Firmenverkauf

Eine Alternative zur Neugründung ist der Kauf einer bestehenden Unternehmung. Beim Firmenkauf ist zu differenzieren zwischen dem Mantelkauf und dem Kauf einer aktiven Unternehmung.

Bei einem Mantelkauf erwirbt man einen Firmenmantel ohne aktive Geschäftstätigkeit. Grund ist hierfür zumeist, dass die Firma bereits errichtet und registriert ist und man sofort mit der Geschäftstätigkeit loslegen kann. Ein Mantelkauf macht regelmässig keinen Sinn angesichts der kurzen Zeit, die eine Neugründung in der Schweiz in Anspruch nimmt. Der Aufwand, den die Prüfung des Firmenmantels auf etwaige Altlasten in Anspruch nimmt, ist in der Regel aufwendiger als die Neugründung. Selbst bei vermeintlich neuen Firmenmänteln ist die die Prüfung des Firmenmantels auf etwaige Altlasten geboten, wie die Erfahrung zeigt. Allein der Umstand, ob das Stammkapital bereits zurückgezahlt ist, ist schon zu prüfen. Nach der Erfahrung ist nicht auszuschliessen, dass selbst bei vermeintlich unbenutzten Firmenmänteln bereits Verbindlichkeiten begründet wurden, für die der Erwerber später in Anspruch genommen wird.

Anders verhält sich demgegenüber der Kauf einer Firma mit aktivem Geschäftsbetrieb. Dies kann den Eintritt in den Schweizer Markt substantiell erleichtern oder den bestehenden Geschäftsbetrieb in sonstiger Weise gut ergänzen.

Vorteile der Firmen-Neugründung Vorteile des Firmenkaufs
–        Es ist keine Due Diligence nötig

–        Es bedarf keiner Unternehmensbewertung

–        Die Firma wird für Sie massgeschneidert gegründet

–        Die Firma ist am Markt unbekannt

–        Die Firma hat eine „Historie“

– im Guten wie im Schlechten-        Die Firma ist am Markt bekannt

–        Bei Ausschreibungen werden oftmals nur Firmen berücksichtigt, die schon eine gewisse Dauer existieren